Der Bericht aus Litauen ist online

Im Jahr 2021 machten Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter in Litauen fast ein Zehntel der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und über 5 % der Gesamtbevölkerung des Landes aus. Ein erheblicher Teil, nämlich 21 217 Personen, hat mit äußerst komplexen Behinderungen zu kämpfen, die nicht nur ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, sondern auch informelle und formelle Unterstützung erfordern.

Bis Ende 2022 werden den Prognosen zufolge etwa 223.000 Menschen mit Behinderungen in Litauen leben, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe ist jedoch die Zahl der Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter, auf die YoungCare einen Schwerpunkt legt, rückläufig.

Die verfügbaren allgemeinen Statistiken über Menschen mit Behinderungen geben die Zahl der Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter, die auf die Unterstützung ihrer Angehörigen angewiesen sind, nicht genau wieder. Darüber hinaus gibt es keine Daten über informelle Pflegekräfte, die ihre Familienmitglieder oder Verwandten betreuen. Daher kann die genaue Erfassung der Zielgruppe des Projekts in Litauen nur auf der Grundlage allgemeiner statistischer Informationen über Menschen mit Behinderungen beurteilt werden.

Der Nationale Bericht beschreibt die Landschaft der informellen Pflegedienste und Pflegekräfte in Litauen für Personen zwischen 18 und 64 Jahren. Er umreißt die Bedürfnisse und Herausforderungen, mit denen die YoungCare-Zielgruppe konfrontiert ist, und bietet gleichzeitig praktische Unterstützung und Beispiele für bewährte Verfahren. Der Bericht enthält auch die Analyse von 12 Interviews, die in Litauen geführt wurden: drei mit Expertinnen, eines mit einer pflegebedürftigen Person und acht mit informellen Pflegepersonen. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Expertin in unserer Studie eine Doppelrolle einnahm, indem sie sowohl als Expertin als auch als Pflegeperson für ihren Bruder fungierte. Von den befragten pflegenden Angehörigen waren sechs Mütter und zwei Schwestern. Alle Forschungsteilnehmerinnen, einschließlich der Expertin, waren weiblich. Nur ein Befragter mit einer Behinderung war männlich.

Partnerorganisationen aus Deutschland, Italien, Litauen, den Niederlanden und Portugal arbeiten zusammen, um die oft prekäre Situation pflegebedürftiger junger Erwachsener und derjenigen, die sie pflegen, zu verbessern.

Für eine detaillierte Untersuchung dieser Ergebnisse besuchen Sie bitte den litauischen Nationalbericht hier: https://youngcare.eu/wp-content/uploads/2023/12/YoungCare_-NationalReport_Lithuania_Final.pdf

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